Cham. Eine Unterrichtsstunde, die Wellen schlug: Die Wasserwacht Cham besuchte zwei sechste Klassen der Marienrealschule Cham, um ihre Arbeit vorzustellen und den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, was Wasserrettung in der Praxis bedeutet.
Zwar musste der ursprünglich im Schwimmbad geplante Termin kurzfristig in die Sporthalle verlegt werden, doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Mit viel Engagement gestalteten die Wasserwachtler eine Doppelstunde, in der Theorie und Praxis zusammenflossen – ein Unterricht mit Tiefgang.
Nach einer Einführung in die vielfältigen Aufgaben der Wasserwacht – von der Rettung Ertrinkender bis zum Wachdienst – durften die Klassen selbst aktiv werden. Mit Wurfsäcken wurde zunächst die Rettung einer im Wasser treibenden Person geübt. Dabei waren Zielgenauigkeit, Teamarbeit und die neu erlernte Wurftechnik gefragt.
Im Anschluss folgte ein Tauziehen, das die körperliche Anstrengung verdeutlichte, die beim Arbeiten gegen eine Strömung entsteht – und zugleich für viel Spaß sorgte.
Zum Abschluss stellten die Gäste das Einsatzequipment eines Wasserretters ausführlich vor. Die Teilnehmenden erfuhren dabei, wozu die einzelnen Ausrüstungsgegenstände dienen, und durften Teile der Montur sogar selbst anprobieren.
Die Aktion bot nicht nur Abwechslung vom Schulalltag, sondern auch wertvolle Einblicke in Verantwortung, Teamgeist und Sicherheit am Wasser. Gleichzeitig nutzte die Wasserwacht die Gelegenheit, auf ihr Jugendtraining hinzuweisen, bei dem Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersstufen schwimmerisch ausgebildet und spielerisch an die Aufgaben der Wasserrettung herangeführt werden.
So zeigte sich einmal mehr: Wenn Lernen Wellen schlägt, kann Unterricht richtig in Bewegung geraten – und vielleicht sogar der erste Schritt in ein Ehrenamt werden.